{"id":1954,"date":"2019-09-05T05:43:42","date_gmt":"2019-09-05T05:43:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.teachandtravel.ch\/trinkwasser\/?p=1954"},"modified":"2019-09-07T05:56:44","modified_gmt":"2019-09-07T05:56:44","slug":"1233-kilometer-1233-schweizerfranken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.teachandtravel.ch\/trinkwasser\/1233-kilometer-1233-schweizerfranken\/","title":{"rendered":"1233 Kilometer &#8211; 1233 Schweizerfranken"},"content":{"rendered":"<p>Nach 35 Tagen und \u00fcber 1600 Kilometer auf dem Wasser erreiche ich\u00a0am 5. September den Startpunkt meiner Mikroexpedition. Diese\u00a0Entdeckungsreise wird mich nicht in ferne Welten f\u00fchren, sondern zur\u00fcck in die\u00a0Schweiz. 1233 Kilometer werde ich mit meinem Stand Up Paddle Board gegen die\u00a0Str\u00f6mung des Rheins ank\u00e4mpfen und auf meiner Tour mindestens CHF 1233.- <a href=\"https:\/\/www.teachandtravel.ch\/trinkwasser\/spende\/\">Spendengelder<\/a>\u00a0sammeln, f\u00fcr Menschen, welche keinen Zugang zu sicherem\u00a0Trinkwasser haben.<\/p>\n<p>Dass meine Reise aber schon viel fr\u00fcher, am 1. August bei der Rhonequelle, startete, hat seinen Grund. Ich wollte mich bewusst immer mehr vom sauberen Trinkwasser der Schweiz entfernen. Die Schweiz, welche auch als Wasserschloss Europas bezeichnet wird, besitzt ein unheimlich kostbares Gut, das f\u00fcr uns so selbstverst\u00e4ndlich und in bester Qualit\u00e4t aus den Wasserh\u00e4hnen sprudelt. In vielen Regionen der Welt und auch in Europa ist aber dieses Menschenrecht auf sauberes und sicheres Trinkwasser nicht gegeben. Ich wollte erfahren, was es heisst, wenn ich nur noch mit dem Wasser auskommen musste, das mich umgibt. Ein kompletter Verzicht auf Flaschenwasser zwang mich das Wasser aus den Kan\u00e4len und Fl\u00fcssen zu filtern, um es trinkbar zu machen. Diese Erfahrung zeigte\u00a0mir, was f\u00fcr ein unheimliches Gl\u00fcck und Privileg wir in der Schweiz haben, dass wir uns noch keine Sorgen dar\u00fcber machen m\u00fcssen, ob wir am n\u00e4chsten Tag genug Trinkwasser haben werden.<\/p>\n<p>Mein Plan mich auf der ersten Etappe zur Nordsee auf die kommenden 1233 Kilometer gegen die Str\u00f6mung des Rheins vorzubereiten, ging nur bedingt auf. Unz\u00e4hlige Schleusen, Kanaltunnels und starker Gegenwind machten die ersten 35 Tagen meiner Tour zu einem kr\u00e4ftezehrenden Unterfangen. Mein K\u00f6rper ist\u00a0zurzeit sehr m\u00fcde und die Energiedepots komplett leer. Auch mental hatte ich immer wieder zu k\u00e4mpfen, doch erste Spenden und Menschen, welche mich und mein Projekt so selbstlos unterst\u00fctzen, bauten mich immer wieder auf, so dass ich nun am Startpunkt meiner eigentlichen Mikroexpedition stehen kann.<\/p>\n<p>In den kommenden Tagen werde ich beginnen, gegen die Str\u00f6mung des Rheins\u00a0anzupaddeln. Wieweit ich es auf dem Wasser schaffen kann und ab wann ich meine Reise zu Fuss fortsetzten muss, ist noch unklar. Sobald ich g\u00fcnstigen Wind habe, werde ich mit der eintreffenden Flut loslegen. Die Flut und der R\u00fcckenwind wird mir zu beginn helfen und es mit etwas leichter machen. Danach wird der Wind ein wichtiger Faktor spielen. Starker Gegenwind wird es mir unm\u00f6glich machen gegen die Str\u00f6mung anzukommen und ich muss pausieren oder meinen Weg zu Fuss fortsetzten. Damit ich in solchen Momenten nicht einfach den Strapazen ausweiche und den Weg des geringsten Widerstandes gehe, werde ich pro Kilometer, den ich zu Fuss zur\u00fccklege, einen F\u00fcnflieber in das eigene Projekt spenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach 35 Tagen und \u00fcber 1600 Kilometer auf dem Wasser erreiche ich\u00a0am 5. September den Startpunkt meiner Mikroexpedition. Diese\u00a0Entdeckungsreise wird mich nicht in ferne Welten f\u00fchren, sondern zur\u00fcck in die\u00a0Schweiz. 1233 Kilometer werde ich mit meinem Stand Up Paddle Board gegen die\u00a0Str\u00f6mung des Rheins ank\u00e4mpfen und auf meiner Tour mindestens CHF 1233.- Spendengelder\u00a0sammeln, f\u00fcr Menschen, welche keinen Zugang zu sicherem\u00a0Trinkwasser haben. Dass meine Reise aber schon viel fr\u00fcher, am 1. August bei der Rhonequelle, startete, hat seinen Grund. 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